Krisen und Katastrophen beeinflussen zunehmend unseren Alltag. Ob Pandemien, Hitzewellen, Überschwemmungen, geopolitische Konflikte oder Angriffe auf kritische Infrastrukturen – all diese Ereignisse stellen eine Bedrohung für die Gesundheit breiter Bevölkerungsgruppen dar. Gesundheit unter unsicheren Bedingungen zu schützen ist daher längst zu einer übergreifenden gesamtgesellschaftlichen Aufgabe geworden.
Unter dem Titel „Public Health in Krisen und Katastrophen“ widmete sich die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH) 2026 diesen aktuellen Herausforderungen. Die Tagung wurde vom Fachbereich Public Health Nursing ausgerichtet und fand an der Charité – Universitätsmedizin Berlin statt. Ziel war es, Strukturen, Strategien und Kompetenzen zu diskutieren, die erforderlich sind, um veränderten Gefahrenlagen angemessen zu begegnen und die Resilienz von Bevölkerung und Gesundheitssystem nachhaltig zu stärken.
Programm
Wissenschaftspreis Klimawandel und Gesundheit
Auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Public Health wurde erstmalig der von allen fünf Fachgesellschaften im Bereich Public Health ausgeschriebene jährliche „Wissenschaftspreis Klimawandel und Gesundheit“ vergeben. Preisträgerin ist Frau Dr. Claudia Quitmann vom Institut für Global Health am Universitätsklinikum Heidelberg, deren Dissertation „Reducing Hospitals’ Greenhouse Gas Emissions: Status Quo and Future Pathways“ von den Gutachtenden aus allen beteiligten Fachgesellschaften als beste Einreichung gewürdigt wurde. Nach einer kurzen Darstellung ihrer Arbeiten durch die Preisträgerin überreichte Prof. Hajo Zeeb, stellv. Vorsitzender der DGPH, den mit 500,- Euro dotierten Preis samt Urkunde an Frau Dr. Quitmann.