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WHO-Regionalbüro für Europa: Neuer Bericht verweist auf Erfordernis einer Ausweitung von Maßnahmen zur Verhinderung von Gewalt gegen Kinder in der Europäischen Region

In der Europäischen Region der WHO sind 55 Millionen Kinder im Laufe ihres Lebens einer Form von Gewalt ausgesetzt. Gewalt gegen Kinder ist ein wichtiges Public Health Problem mit verheerenden Folgen für die Opfer und ihre Familien. Der „Sachstandsbericht der Europäischen Region über die Prävention von Gewalt gegen Kinder für das Jahr 2020“ untersucht den Fortschritt, den die Länder bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Erreichung der Ziele für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDG) zur Beendigung von Gewalt gegen Kinder bis 2030 gemacht haben, basierend auf dem fachlichen Paket INSPIRE, das sieben Strategien für die Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Kinder enthält. Die Grundlage des Berichts bildet eine detaillierte Erhebung, die unter jeweils von Regierungsseite ernannten nationalen Datenkoordinatoren aus 45 der 53 Mitgliedstaaten der Europäischen Region durchgeführt wurde. Damit deckte sie fast 90% der 900 Mio. Menschen in der Europäischen Region ab.


 

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss veröffentlicht drei neue Förderbekanntmachungen

Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat auf seiner Website drei neue Förderbekanntmachungen veröffentlicht. Interessierte können sich über eine themenoffene oder eine themenspezifische Förderbekanntmachung um finanzielle Mittel für ihre Versorgungsforschungsprojekte bewerben. Mit der dritten Förderbekanntmachung werden Projektverantwortliche gesucht, die in ausgewählten Themenfeldern medizinische Leitlinien entwickeln oder weiterentwickeln.
Die themenspezifische Förderbekanntmachung benennt folgende Schwerpunkte: Patientenversorgung und Gesundheitspersonal als Gegenstand von Versorgungsforschung, Evaluation digitaler Gesundheitsversorgung, Sektorenübergreifende Versorgung von Menschen mit chronischen Erkrankungen bzw. mit Multimorbidität, Geschlechterspezifische Versorgung, Verhaltensorientierte Ansätze zur Verbesserung der medizinischen Versorgung, Schwerpunkt: Regionale Gesundheitsversorgung sowie Datengestützte Entscheidungsfindung zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung. Anträge auf eine Projektförderung, die keinem der Themenfelder zuzuordnen sind, können über die themenoffene Förderbekanntmachung gestellt werden. Die Antragsfrist endet jeweils am 5. Oktober 2021 um 12.00 Uhr.
Die Förderbekanntmachung zu medizinischen Leitlinien benennt folgende Themenfelder: Versorgung bei Seltenen Erkrankungen; Versorgung bei häufigeren Erkrankungen, Behandlung von Risikofaktoren für nicht-übertragbare Krankheiten, Multimorbidität und Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit in der Versorgung; Versorgung von Zielgruppen mit besonderen Bedürfnissen, z. B. Kinder, Jugendliche, ältere und/oder pflegebedürftige Menschen; sowie Operative Eingriffe am Skelettsystem/Bewegungsapparat. Die Antragsfrist endet am 7. September 2021 um 12.00 Uhr.

 

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Bekanntmachung - Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema "Technologiegestützte Innovationen für Sorgegemeinschaften zur Verbesserung von Lebensqualität und Gesundheit informell Pflegender"

Die vorliegende Bekanntmachung zielt auf die Stärkung informell Pflegender mittels innovativer bedarfsorientierter Sorgegemeinschaften ab. Im Fokus stehen die informell Pflegenden mit ihren jeweiligen individuellen Ressourcen und situationsbezogenen Lebensumständen. Mit der Fördermaßnahme werden anwendungsorientierte Verbundprojekte und ein Begleitprojekt gefördert. Die Förderung der anwendungsorientierten Verbundprojekte erfolgt in zwei aufeinander aufbauenden Phasen. In der ersten, in der Regel zwölf Monate dauernden Erprobungs- und Experimentierphase (Phase I) sollen vorbereitende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten durchgeführt werden (Durchführbarkeitsstudien). Hieran soll sich eine in der Regel 30-monatige Umsetzungsphase anschließen (Phase II), in der die Projekte aus Phase I ihre Verbünde um geeignete Partner erweitern sollen, um die im Rahmen der Durchführbarkeitsstudien entwickelten Ideen umsetzen zu können. Drei Monate vor dem Start der anwendungsorientierten Verbundprojekte in Phase I soll au-ßerdem ein Begleitprojekt starten. Für das Begleitprojekt ist insgesamt eine in der Regel 45-monatige Förderung vorgesehen. Es hat zum Ziel, die anwendungsorientierten Verbundprojekte bei der Identifizierung und Umsetzung geeigneter Partizipationsmethoden zu unterstützen und ein PartizipationsLab aufzubauen.
Das Auswahlverfahren für die Erprobungs- und Experimentierphase (Phase I) und das Begleitprojekt ist zweistufig. In Stufe 1 sind dem Projektträger bis spätestens zum 24. August 2021 Projektskizzen für die Durchführbarkeitsstudien und das Begleitprojekt ausschließlich in elektronischer Form vorzulegen. In Stufe 2 werden die Verfasser der positiv bewerteten Projektskizzen unter Angabe detaillierter Informationen, der formalen Kriterien und eines Termins schriftlich aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag vorzulegen. Das Auswahlverfahren für die Förderung der Anschlussvorhaben ist einstufig. Nach neun Monaten Laufzeit der Vorhaben der Erprobungs- und Experimentierphase (Phase I) legen die Verbundprojekte einen Ergebnisbericht und eine Gesamtvorhabenbeschreibung für das Anschlussvorhaben in der Umsetzungsphase (Phase II) vor, das von einem um relevante Partner ergänzten Verbund getragen wird. Bei erfolgreicher Durchführung der Erprobungs- und Experimentierphase sowie bei positiver Begutachtung der Gesamtvorhabenbeschrei-bung wird in der Regel eine weitere Förderung in Form von Anschlussvorhaben gewährt.
 

Programm der digitalen 56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP e.V.) vom 22. bis 24.09.2021 ist online


Das Programm der digitalen 56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP e.V.) vom 22. bis 24.09.2021 ist online. Sie finden es unter: dgsmp2021-leipzig.de/programm.html
Die Tagung steht unter dem Titel „Das Soziale in Medizin und Gesellschaft – Aktuelle Megatrends fordern uns heraus“.
Es erwartet Sie ein breites Themenspektrum, das von Auswirkungen der Digitalisierung, Chancen von E-Health, Demenzprävention, Gesundheitsversorgung von Menschen mit Migrationshintergrund oder Gesundheit und Lebensqualität im Alter bis hin zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie reicht, um nur einige Schwerpunkte zu nennen.
Programm-Highlights:
•    Eröffnungsvortrag Prof. Karl Lauterbach, Preisträger der Salomon-Neumann-Medaille 2020, am 22.09.2021
•    Keynote Prof. Bruce G. Link (University of California, Riverside): „Stigma as a Fundamental Cause of Health Inequality” am 23.09.2021
•    Keynote Prof. Sebastian Köhler (Maastricht University): „Bevor wir’s vergessen: Aktuelle Möglichkeiten und Herausforderungen der Primärprävention von Demenz“ am 24.09.2021
•    Sozialmedizinische Fachtagung des Medizinischen Dienstes Sachsen am 23.09.2021
•    Digitaler Netzwerkabend am 23.09.2021
•    On Demand: viele Vorträge sind nach dem Kongress online verfügbar
Bis zum 20. Juli 2021 können Sie sich noch zum Frühbucherrabatt unter dgsmp2021-leipzig.de/anmeldung.html anmelden.
 


Save the date und Call for Abstracts: Kongress Armut und Gesundheit vom 22. bis 24.03.2022

Der kommende Kongress Armut und Gesundheit wird nach derzeitigem Planungsstand im Zeitraum vom 22. bis zum 24.03.2022 stattfinden. Merken Sie sich diesen Termin gerne schon einmal in Ihrem Kalender vor! Lange und intensiv hat das Kongress-Team zum Umsetzungskonzept diskutiert und plant schweren Herzens nun zunächst eine digitale Umsetzung. Die weiterhin dynamische Lage der Pandemie und die unklare Entwicklung über den Winter 2021/22 erschweren die Planungssicherheit, die der Kongress jetzt dringend benötigt. Hoffnungsvoll stimmt, dass die Erfahrungen aus diesem Jahr zeigen, dass eine digitale Umsetzung auch viele Potenziale bietet. Dennoch fehlen die persönlichen Begegnungen. Daher wird jede Möglichkeit geprüft, zusätzliche Veranstaltungen mit dem Fokus der Vernetzung und des Austausches in Präsenz stattfinden zu lassen.
Der Call for Abstracts ist ab sofort bis zum 20. August für Ihre Beitragsvorschläge geöffnet. In 2021 als dem Jahr der Bundestagswahl, noch ganz unter den Eindrücken der unmittelbaren Folgen der Pandemie, stehen alle Zeichen auf Wandel, Transformation, Veränderung. Der Kongress will sich in diesem Prozess weiterhin als ein Ort für Austausch, Inspiration und Innovation verstehen. Das Motto im kommenden Jahr lautet: Was jetzt zählt
 

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Bekanntmachung - Richtlinie zur Förderung klinischer Studien mit hoher Relevanz für die Patientenversorgung

Die systematische Beobachtung definierter Gruppen von Patientinnen und Patienten mittels klinischer Studien sowie die Bewertung vorhandener Studienergebnisse durch systematische Übersichtsarbeiten sind zentrale Instrumente der klinischen Forschung. Beide Instrumente unterstützen den Transfer von Forschungserkenntnissen in die Patientenversorgung und damit die Einführung von innovativen Therapiekonzepten in das Gesundheitssystem. Gleichzeitig bilden sie die Grundlage für eine evidenzbasierte Medizin und stellen die Qualität der medizinischen Versorgung sicher. Für viele Therapieentscheidungen liegen noch keine ausreichend gesicherten Erkenntnisse aus der klinischen Forschung vor. Ziel dieser Förderinitiative ist das Schließen von Evidenzlücken, die eine hohe Relevanz für die betroffenen Patientinnen und Patienten sowie für die medizinische Versorgung dieser Menschen in Deutschland haben.
Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe sind dem Projektträger bis spätestens 26. August 2021 zunächst Projektskizzen in elektronischer Form vorzulegen. In der zweiten Verfahrensstufe werden die Verfasserinnen und Verfasser der positiv bewerteten Projektskizzen unter Angabe eines Termins aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag (Vorhabenbeschreibung und Formantrag) vorzulegen.
 

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Bekanntmachung - Förderung von wissenschaftlichen „Nachwuchsgruppen Globaler Wandel: Klima, Umwelt und Gesundheit“ im Rahmen der BMBF-Strategie „Forschung für Nachhaltigkeit“ (FONA)

Zuwendungszweck der Maßnahme ist der Aufbau von wissenschaftlichen Nachwuchsgruppen, die interdisziplinär zu den Themenbereichen Klimawandel, Umwelt und Gesundheit arbeiten und sie zu einem neuen, eigenständigen Forschungsbereich verknüpfen. Die Fördermaßnahme soll jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit geben, mit neuen und innovativen Forschungsideen die komplexen Zusammenhänge offenzulegen und erste Anpassungsstrategien aufzuzeigen. Diese Förderrichtlinie ist eine Maßnahme zur Umsetzung der BMBF-Strategie „Forschung für Nachhaltigkeit“ (FONA) und der dort im Rahmen der Forschung zur Klimaanpassung und Risikovorsorge festgelegten Ziele. Sie trägt zu den internationalen Zielen für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDG) der Vereinten Nationen bei, insbesondere zum Ziel 3 – Gesundheit und Wohlergehen – und Ziel 13 – Klimaschutz und Anpassung.
Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.In der ersten Verfahrensstufe sind dem DLR-Projektträger bis spätestens zum 2. August 2021 zunächst Projektskizzen in englischer Sprache vorzulegen.In der zweiten Verfahrensstufe werden die Einreicher der positiv bewerteten Projektskizzen aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag vorzulegen.

 

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Bekanntmachung - Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema „START-interaktiv: Interaktive Technologien für Gesundheit und Lebensqualität“

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will das Ideen-/Innovationspotenzial von Start-ups im Bereich Spitzenforschung zu interaktiven Technologien für Gesundheit und Lebensqualität stärken und für Wirtschaft und Gesellschaft besser nutzbar machen. Dazu werden zwei Ansätze verfolgt. Zum einen sollen die Chancen für die Gründung von Start-ups durch gezielte Förderung geeigneter Forschungsteams bereits an Hochschulen und ­Forschungseinrichtungen verbessert werden (Modul 1). Zum anderen sollen bereits gegründete junge Start-ups bei risikoreicher vorwettbewerblicher Forschung und Entwicklung (FuE) passgenau gefördert werden (Modul 2). Mit der Fördermaßnahme sollen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in beiden Modulen unterstützt und gestärkt werden, die sich thematisch in den beiden Forschungsfeldern „Digital unterstützte Gesundheit und Pflege“ und ­„Lebenswerte Räume: smart, nachhaltig und innovativ“ des Forschungsprogramms „Miteinander durch Innovation: Forschungsprogramm Interaktive Technologien für Gesundheit und Lebensqualität“ bewegen.
Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe können beim vom BMBF beauftragten Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH jederzeit Projektskizzen in deutscher Sprache eingereicht werden. Bei Verbundprojekten sind die Projektskizzen in Abstimmung mit dem vorgesehenen Verbundkoordinator vorzulegen. Einreichungs-/Vorlagefrist für Projektskizzen der Module 1 und 2 sind jährlich jeweils der 15. Januar und der 15. Juli. In der zweiten Verfahrensstufe werden die Verfasser der positiv bewerteten Projektskizzen aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag vorzulegen.

 

Kampagne #GleichBeHandeln gestartet - Kampagnienbündnis fordert: Keine Übermittlungspflicht bei Menschen ohne geregelten Aufenthaltsstatus im Gesundheitswesen

Am 6. Mai wurde - auch mit Unterstützung der DGPH - von einer breiten Koalition zivilgesellschaftlicher Organisationen die Kampagne #GleichBeHandeln gestartet. Hintergrund der Kampagne und der zugehörigen Petition ist, dass in Deutschland hunderttausende Menschen ohne geregelten Aufenthaltsstatus leben, die de facto keinen Zugang zum Gesundheitssystem haben. Denn nach § 87 Aufenthaltsgesetz ist das Sozialamt verpflichtet, Daten einer ohne gültigen Aufenthaltstitel in Deutschland lebenden Person an die Ausländerbehörde zu übermitteln, wenn die Person eine Kostenübernahme für medizinische Leistungen beantragt. Aus Angst vor einer potenziell existenzgefährdenden Abschiebung suchen Betroffene häufig erst in lebensbedrohlichen Situationen ärztliche Hilfe auf.
Anlässlich der anstehenden Bundestagswahl soll im Rahmen der Kampagne #GleichBeHandeln und der zugehörigen Petitionauf die fortgesetzte strukturell bedingte medizinische Unterversorgung von Menschen ohne geregelten Aufenthaltsstatus hingewiesen und eine Änderung von § 87 erreicht werden. Zentral für die Kampagne steht das Anliegen, den Zugang zu Gesundheitsversorgung von migrationspolitischen Erwägungen zu trennen. Weitere Informationen zur Kampagne und Petition finden Sie auf www.gleichbehandeln.de.

 

Bundesteilhabepreis 2021: "Unterstützung, Assistenz, Pflege – gesellschaftliche Teilhabe auch in Corona-Zeiten"

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales lobt seit 2019 den Bundesteilhabepreis für eine gelungene inklusive Sozialraumgestaltung aus. Ab sofort können sich Interessierte für den diesjährigen Preis bewerben. Gesucht werden Gute-Praxis-Beispiele und Modellprojekte, die vorbildlich für den inklusiven Sozialraum und bundesweit auf Kommunen oder Regionen übertragbar sind. Im Jahr 2021 ist das Thema „Unterstützung, Assistenz, Pflege – gesellschaftliche Teilhabe auch in Corona-Zeiten“.
Der Bundesteilhabepreis ist mit insgesamt 17.500 Euro (1. Preis 10.000 Euro) dotiert. Bewerben können sich Akteur*innen aus den Bereichen Unterstützung, Assistenz und Pflege. Angesprochen fühlen sollen sich insbesondere Leistungsanbieter und Unterstützungsdienste, soziale und personenzentrierte Assistenzdienste, Anbieter spezieller Teilhabeprogramme, Tagesstätten, Verbände und Vereine, ehrenamtliche sowie sektorübergreifende Leistungserbringer, aber auch Anbieter von digitalen Lösungen, Kommunen und Regionen. Bewerbungsschluss ist der 21. August 2021.
 

Zukunftsforum Public Health: Eckpunkte einer Public-Health-Strategie für Deutschland vorgelegt

Das Zukunftsforum Public Health legt Eckpunkte für eine Public-Health-Strategie für Deutschland vor. Ziel ist die Entwicklung eines starken und handlungsfähigen Public-Health-Systems, das die Gesundheit aller in den Mittelpunkt stellt. Die Eckpunkte einer Public Health Strategie für Deutschland sind über vier Jahre in einem partizipativen Prozess erarbeitet worden. In Symposien, Workshops und Online-Konsultationen hat die Public-Health-Gemeinschaft die Leitlinien für eine Public-Health-Strategie diskutiert.
Die Ergebnisse liegen nun vor: Eine kurze Version der Eckpunkte, die sich an Entscheidungsträger:innen und die Öffentlichkeit wendet und eine lange Version, die sich an die Fachgemeinschaft richtet. Beide Papiere sind auf der Website des Zukunftsforums abrufbar: www.zukunftsforum-public-health.de/public-health-strategie

 

Gemeinsame Stellungnahme der DGPH und des EbM-Netzwerks zur öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Gesundheit

Die Deutsche Gesellschaft für Public Health e.V. (DGPH) und das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM-Netzwerk) haben eine gemeinsame Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Gesundheit anlässlich der Anträge der Fraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN „Kapazitäten für Schnelltests massiv ausbauen, Selbstanwendung erlauben und Public-Health-Screenings ermöglichen“ (Bundestags-Drucksache 19/25705) und der Fraktion der FDP „Anpassungen der Coronavirus-Teststrategie für das Jahr 2021“ (Bundestags-Drucksache 19/26189) veröffentlicht.

 

WHO-Regionalbüro für Europa: Bestandsaufnahme der Evidenz zum Thema Bewegungsverhalten und Schulerfolg

Regelmäßige Bewegung, mehr Schulsport und ein aktiver Unterricht schützen nicht nur die Gesundheit von Schulkindern, sondern verbessern auch ihre schulischen Leistungen. Zu diesem Ergebnis gelangt eine umfassende Bestandsaufnahme des WHO-Regionalbüros für Europa zum Thema Bewegungsverhalten und schulische Leistungen, die Teil seiner Bemühungen ist, junge Menschen zu täglich mindestens 60 Minuten moderater bis intensiver körperlicher Betätigung zu veranlassen.
 

Joining forces for healthier populations - Dritte European Public Health Week vom 17. bis 21.05.2021

Die European Public Health Association (EUPHA) lädt dazu ein, gemeinsam mit ihr die dritte European Public Health Week zu feiern. Die European Public Health Week  zielt darauf ab, sich für die öffentliche Gesundheit und eine integrativere Gesellschaft in ganz Europa einzusetzen, in Zusammenarbeit mit Schlüsselorganisationen auf europäischer Ebene für bestehende Botschaften zu fünf spezifischen Public Health Themen zu sensibilisieren und diese zu verstärken sowie Vertrauen und innovative Wege der Zusammenarbeit zwischen allen Fachpersonen zu schaffen, die auf lokaler, nationaler, regionaler und europäischer Ebene zur öffentlichen Gesundheit beitragen.
Die fünf Themen der diesjährigen European Public Health Week sind:

  • Montag, 17.05.: Communicating science and health
  • Dienstag, 18.05.: New challenges in mental health
  • Mittwoch, 19.05.: Your local community
  • Donnerstag, 20.05.: All for one health
  • Freitag, 21.05.: Leaving no one behind

Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF): Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema Sozial- und Geisteswissenschaftliche Forschung zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und des Alltags von Menschen mit seltenen Erkrankungen

Im Bereich der seltenen Erkrankungen sind dringend weitere Forschungsanstrengungen nötig, um bessere Kenntnisse zur Prävention, Diagnose und Behandlung zu erlangen. Das ERA-Net E-Rare hat seit 2006 zehn gemeinsame transnationale Bekanntmachungen für Projekte zur Erforschung seltener Erkrankungen erfolgreich durchgeführt. Diese Bemühungen werden nun im Rahmen des Europäischen Gemeinsamen Programms für seltene Erkrankungen (EJP RD) fortgesetzt, in dem bereits zwei weitere transnationale Fördermaßnahmen durchgeführt wurden. Das EJP RD wurde eingerichtet, um die Koordinierung der Forschungsbemühungen europäischer, assoziierter und nichteuropäischer Länder auf dem Gebiet der seltenen Erkrankungen und Umsetzung der Ziele des „International Rare Diseases Research Consortiums“ (IRDiRC) weiter zu unterstützen. Mit der vorliegenden Fördermaßnahme wird das Ziel verfolgt, zu Fortschritten in der Verbesserung der Gesundheitsversorgung und des Alltags von Menschen mit seltenen Erkrankungen beizutragen. Hierzu sollen transnationale Forschungsvorhaben im Bereich der Sozial- und Geisteswissenschaften gefördert werden, die durch die Zusammenarbeit von verschiedenen Disziplinen den Fortschritt in diesen Bereichen weiter beschleunigen. Dabei sollen sich ergänzende Expertisen und Ressourcen von einschlägig qualifizierten Arbeitsgruppen aus den teilnehmenden Ländern zusammengeführt werden.
Das Förderverfahren ist dreistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe sind dem EJPRD-Sekretariat bis spätestens 16. Februar 2021 zunächst Projektskizzen vorzulegen. In der zweiten Verfahrensstufe ist nach Aufforderung eine ausführliche Projektbeschreibung bis zum 15. Juni 2021 einzureichen. In der dritten Verfahrensstufe werden die Verfasser der positiv bewerteten Projektskizzen und ausführlichen Projektbeschreibungen aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag vorzulegen.
 

Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF): Richtlinie zur Förderung von transnationalen Forschungsprojekten zum Einfluss der Zusammensetzung und Verarbeitung von Lebensmitteln auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Das Ziel dieser Fördermaßnahme ist es, zu einer verbesserten Prävention von Nahrungsmittelunverträglichkeiten beizutragen, indem (I) durch neue Handlungsempfehlungen besser verträgliche Lebensmittel produziert und (II) Patientinnen und Patienten besser diagnostiziert und beraten werden. Dadurch kann das Gesundheitssystem entlastet und die Lebensqualität von Menschen mit Nahrungsmittelallergien und -intoleranzen verbessert werden. Die vorliegende Bekanntmachung ist die sechste gemeinsame Förderaktivität im Rahmen des ERA-Netz Cofund „ERA-HDHL“. Sie verfolgt den Zuwendungszweck, exzellente transnationale und interdisziplinäre Forschungskonsortien zu fördern, die den Einfluss von Zusammensetzung und Verarbeitung von Lebensmitteln auf die Entwicklung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten untersuchen. Unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten fallen sowohl Allergien als auch nicht-immunologisch vermittelte Intoleranzen. Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe sind dem gemeinsamen Sekretariat, das bei der französischen Förderorganisation French National Research Agency (ANR) angesiedelt ist, bis spätestens 8. April 2021 zunächst Projektskizzen in elektronischer Form vorzulegen. In der zweiten Verfahrensstufe werden die Verfasserinnen und Verfasser der positiv bewerteten Projektskizzen unter Angabe eines Termins aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag (Vorhabenbeschreibung und Formantrag) vorzulegen.
 

Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF): Richtlinie zur Förderung von transnationalen Forschungsprojekten zum Thema Standardisierte Erfassung, Monitoring und/oder Biomarker zur Untersuchung der Nahrungsaufnahme, der körperlichen Aktivität und der Gesundheit

Ein gesundheitsförderlicher Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung und ausreichender körperlicher Aktivität ist entscheidend für den Erhalt von Gesundheit und Wohlbefinden. Ein ungesunder Lebensstil und der wachsende Anteil älterer Menschen in der Gesamtbevölkerung gehen mit einer steigenden Prävalenz chronischer Erkrankungen wie Diabetes, Krebs, kardiovaskulären und neurodegenerativen Erkrankungen einher. Die gemeinsame europäische Programminitiative „Eine gesunde Ernährung für ein gesundes Leben“ (JPI HDHL, https://www.healthydietforhealthylife.eu/) wurde 2010 als freiwilliger und partnerschaftlicher Zusammenschluss von Mitgliedstaaten und assoziierten Staaten der Europäischen Union gegründet, um den genannten Herausforderungen zu begegnen.Das übergeordnete Ziel der JPI HDHL ist es, durch länderübergreifende Zusammenarbeit und Koordination von Forschungsaktivitäten den ­Zusammenhang von Ernährung, Lebensstil und Gesundheit besser zu verstehen. Dieses Wissen soll in Strategien, ­Produkte und Dienstleistungen umgesetzt und so den Bürgerinnen und Bürgern in Europa und darüber hinaus ein gesunder Lebensstil ermöglicht werden. Das Ziel dieser Fördermaßnahme ist es, mit objektiven Messmethoden die Qualität der Ernährungs- und Lebensstilforschung zu erhöhen und langfristig bessere Empfehlungen und Richtlinien bezüglich Ernährung und körperlicher Aktivität geben zu können. Die vorliegende Bekanntmachung ist die fünfte gemeinsame Förderaktivität im Rahmen des ERA-Netz Cofund „HDHL-INTIMIC“ (HDHL-INtesTInal MICrobiomics). Sie verfolgt den Zuwendungszweck, exzellente transnationale Forschungskonsortien zu fördern, die verbesserte Methoden und Instrumente zur Erfassung und Bewertung von Ernährung und körperlicher Aktivität entwickeln.Das Förderverfahren ist dreistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe sind dem gemeinsamen Sekretariat, das bei der belgischen Förderorganisation ILVO angesiedelt ist, bis spätestens 31. März 2021 zunächst Projektskizzen in elektronischer Form vorzulegen. In der zweiten Verfahrensstufe ist nur nach Aufforderung von der/​dem vorgesehenen Verbundkoordinatorin/​Verbundkoordinator eine ausführliche Projektbeschreibung (full-proposal) auf elektronischem Wege bis zum 22. Juli 2021 einzureichen. In der dritten Verfahrensstufe werden die Verfasser der positiv bewerteten Projektskizzen und ausführlichen Projektbeschreibungen unter Angabe eines Termins aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag vorzulegen.

 

Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF): Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema „KMU-innovativ: Interaktive Technologien für Gesundheit und Lebensqualität“

Die Fördermaßnahme ist Teil der neuen Hightech-Strategie „Innovationen für Deutschland“ der Bundesregierung (www.hightech-strategie.de), des Zehn-Punkte-Programms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für mehr Innovation in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) „Vorfahrt für den Mittelstand“ und des BMBF-Forschungsprogramms „Miteinander durch Innovation: Forschungsprogramm Interaktive Technologien für ­Gesundheit und Lebensqualität“. Mit der Fördermaßnahme sollen Forschungs- und Entwicklungs-Tätigkeiten von KMU unterstützt und gestärkt werden, die sich thematisch in den beiden Forschungsfeldern „Digital unterstützte Gesundheit und Pflege“ und „Lebenswerte Räume: smart, nachhaltig und innovativ“ des Forschungsprogramms „Miteinander durch Innovation: Forschungsprogramm Interaktive Technologien für Gesundheit und Lebensqualität“ bewegen. Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe können beim beauftragten Projektträger des BMBF zu zwei jährlichen Stichtagen (15. April und 15. Oktober) Projektskizzen in deutscher Sprache eingereicht werden. Bei positiver Bewertung werden die Interessenten in einer zweiten Verfahrensstufe unter Angabe detaillierter Informationen, der formalen Kriterien und eines Termins schriftlich aufgefordert, als einzelnes KMU oder in Abstimmung mit dem vorgesehenen Verbundkoordinator einen förmlichen Förderantrag vorzulegen.
 

Gesundheitliche Lage der Frauen in Deutschland

Im Dezember 2020 hat das Robert Koch-Institut seinen ersten Frauengesundheitsbericht veröffentlicht. Der Bericht informiert umfassend zum Gesundheitszustand, zum Gesundheitsverhalten und zur Gesundheitsversorgung von Frauen in Deutschland. Berichtet wird über Frauen aller Altersgruppen, ein Kapitel widmet sich der Gesundheit von Mädchen. Mehrere Fokuskapitel greifen besondere Lebenslagen von Frauen auf.

 

WHO-Regionalbüro für Europa: Jahresrückblick 2020

2020 war ein beispielloses Jahr für das WHO-Regionalbüro für Europa. COVID-19 dominierte die Arbeit der WHO in der ganzen Welt, auch in der Europäischen Region. Zudem wurde auf der 70. Tagung des WHO-Regionalkomitees für Europa das Europäische Arbeitsprogramm 2020-2025 von den Mitgliedstaaten einvernehmlich angenommen. Auf ihrer Homepage blickt die WHO zurück auf einige der wichtigsten Momente der vergangenen 12 Monate.
 

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG): Public Health Afrika Workshop - Aufruf zur Postereinreichung

Der Fundo Nacional de Investigação (FNI) der Republik Mosambik in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) der Bundesrepublik Deutschland und dem National Science and Technology Council (NSTC) der Republik Sambia lädt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu einem wissenschaftlichen Austausch im Bereich Public Health ein. Beispiele sind: Public-Health-Themen im Zusammenhang mit Infektionskrankheiten oder nicht übertragbaren Erkrankungen; Verfügbarkeit, Qualität und Nutzung von Daten für Gesundheitsberichterstattung und Surveillance; psychische Gesundheit; Bevölkerungsbewegung/Migration; Gesundheitspolitik und Strategien zur Unterstützung regionaler Medikamente/Therapeutika. Die beteiligten Förderorganisationen möchten diesen Austausch durch folgende Maßnahmen ermöglichen: eine Einladung zur Einreichung, zum Austausch und zur Diskussion von Forschungsideen in Form von Postern gefolgt von einem virtuellen Forschungssymposium, das zwischen dem 16. und 18. März 2021 stattfinden wird. Die Frist für die Einreichung von Postern ist der 31. Januar 2021.
 

DZK Tuberkulosepreis 2021

Das Deutsche Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose (DZK e.V.) schreibt den mit 2.500 Euro dotierten Preis für die beste wissenschaftliche oder mediale Arbeit aus dem Themengebiet der Tuberkulose aus. Eingereicht werden können wissenschaftliche Fachpublikationen; journalistische Beiträge aus Presse, TV, Film, Hörfunk oder Onlinemedien sowie Projekte oder künstlerische Arbeiten in deutscher Sprache oder in einer anderen Sprache mit Relevanz für den deutschen Sprachraum. Berücksichtigt werden Arbeiten aus den Jahren 2019 und 2020, die bereits veröffentlicht oder zur Veröffentlichung eingereicht sind. Ausgezeichnet werden Veröffentlichungen, die wesentlich zum Verständnis der Entstehung oder Bekämpfung der Tuberkulose beitragen. Die Beiträge sollen sich durch eine aktuelle Thematik sowie sachliche Richtigkeit zum Krankheitsbild der Tuberkulose auszeichnen.
Die Verleihung des Preises findet am 15. März 2021 im Rahmen der Tagung TB AKTUELL im Langenbeck-Virchow-Haus in Berlin statt. Bewerber und Bewerberinnen werden gebeten, ihre Arbeiten bis zum 31. Dezember 2020 digital oder postalisch in 4-facher Ausfertigung beim DZK einzureichen.

WHO-Regionalbüro für Europa: Neues Faktenblatt „Alkoholkonsum und Krebserkrankungen in der Europäischen Region der WHO: Ein Aufruf zu besserer Prävention“

Das vom Europäischen Büro der WHO für die Prävention und Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten ausgearbeitete neue Faktenblatt hebt die Kausalzusammenhänge zwischen Alkoholkonsum und einer Reihe von Krebsformen hervor. Darüber hinaus verdeutlicht es, dass durch Alkoholkonsum bedingte Krebsformen und die damit verbundene Zahl der Todesfälle durch die Umsetzung kostenwirksamer Handlungskonzepte, wie die Anhebung von Steuern auf alkoholische Getränke und die Beschränkung der Vermarktung und Verfügbarkeit von Alkohol, verringert werden können.
 

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss: Themensuche für 2021 beginnt

Seit 13. November 2020 bis 15. Januar 2021 können Akteure im Gesundheitswesen den Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) unterstützen, Themen und Kriterien für Förderbekanntmachungen im kommenden Jahr zu identifizieren. Den Rahmen dafür bildet ein sogenanntes Konsultationsverfahren, an dem Expertinnen und Experten aus Verbänden im Gesundheitswesen, aus der Wissenschaft (Forschung und Lehre) sowie von Patientenorganisationen teilnehmen können. Nähere Informationen sowohl zum Verfahren als auch zu inhaltlichen wie formalen Anforderungen an die Vorschläge finden Interessierte in der Bekanntmachung zum Konsultationsverfahren auf der Website des Innovationsausschusses.
 

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss veröffentlicht geförderte Versorgungsforschungsprojekte

Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat eine Übersicht der neuen Versorgungsforschungsprojekte auf seiner Website veröffentlicht. Insgesamt finanziert der Innovationsausschuss 33 von 186 Projektanträgen, die auf die Förderbekanntmachung vom Dezember 2019 eingegangen waren. Aus den Anträgen auf die themenoffene Förderbekanntmachung werden 9 Projekte gefördert. Die 24 geförderten themenspezifischen Projekte verteilen sich auf die Themenfelder "Weiterentwicklung der Versorgung in wesentlichen nicht-ärztlichen Versorgungssettings" (6), "Möglichkeiten der Qualitätssicherung digitaler Versorgungsangebote" (1), "Veränderungen der Versorgungspraxis infolge digitaler Angebote" (5), "Perspektiven und Potenziale des Einsatzes Künstlicher Intelligenz (KI) in der Versorgung" (6) und "Versorgungsforschung zu Leitlinien" (6).

Konsultationsprozess des Zukunftsforums Public Health

Noch bis zum 13.12.2020 läuft der Konsultationsprozess des Zukunftsforums Public Health zu dem Dokument „Auf dem Weg zu einer Public Health Strategie“. Ziel des Prozesses ist die Erstellung eines Papieres aus der Public Health Community als Vorarbeit auf eine nationale Public Health Strategie. Hinweise zu dem Hintergrund und der Zielsetzung finden Sie hier, das Dokument zur Kommentierung hier.
 

Memorandum „Evidenzbasierte Prävention und Gesundheitsförderung“

Das Dokument Memorandum „Evidenzbasierte Prävention und Gesundheitsförderung“ der BZgA ist eine Aktivität der BZgA im Rahmen des Zukunftsforums Public Health. Prävention und Gesundheitsförderung sind gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als zwei von zehn Kernfunktionen von Public Health definiert. Das Memorandum erarbeitet Kriterien und Operationalisierungen von evidenzbasierter Prävention und Gesundheitsförderung und möchte einen Standard für das Verständnis und die Umsetzung von Evidenzbasierung in der Prävention und Gesundheitsförderung in Deutschland setzen. Die vorgeschlagenen Kriterien und Operationalisierungen sollen das Handeln im Feld der Prävention und Gesundheitsförderung in Deutschland insgesamt aber insbesondere auch im Rahmen des Zukunftsforum Public Health befruchten. Eine Vorversion des Memorandums „Evidenzbasierte Prävention und Gesundheitsförderung“ wurde im Januar 2020 im Rahmen von Arbeitsgruppen im letzten Zukunftsforum Public Health von den Teilnehmenden diskutiert. Diese Inputs und Rückmeldungen sind - wo angemessen - in das Dokument eingeflossen. Zudem sind auch Inputs aus der Steuerungsgruppe des Zukunftsforums Public Health berücksichtigt worden. Im Rahmen der geplanten Online-Veranstaltungen des Zukunftsforums Public Health im Jahr 2021 sollen Fragen der  Umsetzung und Konsequenzen für die Praxis der Prävention und Gesundheitsförderung auf unterschiedlichen Ebenen mit interessierten Fachleuten diskutiert werden.
 

Gemeinsames Positionspapier der DGEpi, DGSMP, DGPH und GMDS: Empfehlungen für eine wirksame, verträgliche und nachhaltige Strategie der Pandemiekontrolle im kommenden Winter und darüber hinaus

Das gemeinsame Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi), der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH) und der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) wurde von Autorinnen und Autoren entwickelt, die sich, basierend auf einem epidemiologisch-methodischen Hintergrund, im Austausch mit Praxis, Politik und anderen Wissenschaftsbereichen mit der Frage der Pandemiekontrolle beschäftigt haben. Die Empfehlungen geben die Einsichten aus dieser Tätigkeit wieder und stützen sich – soweit möglich – auf Beobachtungstudien, systematische Literatursynthesen und Erkenntnisse aus Modellierungsstudien.
 

UN75: The Future We Want, The UN We Need

Inmitten der COVID-19-Pandemie enthüllt eine weltweite Konsultation der Vereinten Nationen einen nachdrücklichen Aufruf zum Handeln gegen Ungleichheiten und Klimawandel sowie zu mehr Solidarität.
Im Januar 2020 starteten die Vereinten Nationen eine globale Konsultation anlässlich ihres 75-jährigen Bestehens. In dieser fragte sie die Öffentlichkeit nach Hoffnungen und Ängsten für die Zukunft. Bis zum 21. September hatten über eine Mio. Menschen aus allen Ländern und allen Gesellschaftsschichten teilgenommen. Ihre Antworten geben einzigartige Einblicke in das, was sich die Öffentlichkeit für die Welt in dieser schwierigen Zeit wünscht. Die am häufigsten genannten Prioritäten sind: (1) die Verbesserung des Zugangs zur Grundversorgung: Gesundheitsversorgung, Trinkwasser und Kanalisation, Bildung; sowie (2) mehr internationale Solidarität und eine verstärkte Unterstützung der von der COVID-19-Pandemie am stärksten betroffenen Orte. Dies umfasst die Bekämpfung von Armut und Ungleichheiten sowie die Förderung von Beschäftigung.
 

Robert Koch-Institut: Die Kinder- und Jugendgesundheitsstudie „Health Behaviour in School-aged Children“ (HBSC) der Weltgesundheitsorganisation – Nationale Survey-Ergebnisse 2017/18

Im Mittelpunkt der neuen Ausgabe des Journal of Health Monitoring stehen ausgewählte Ergebnisse der „Health Behaviour in School-aged Children (HBSC)“-Studie 2017/18 der Weltgesundheitsorganisation. Themen der Ausgabe sind die subjektive Gesundheit, das Bewegungs- und Ernährungsverhalten sowie (Cyber-)Mobbing im Kindes- und Jugendalter. Darüber hinaus werden die Geschlechterrollenorientierung und Körperzufriedenheit sowie der Alkohol-, Tabak- und Cannabiskonsum bei Jugendlichen analysiert.

WHO-Regionalbüro für Europa: Minister billigen 5-Jahresplan, um die Gesundheit in Europa wieder auf Kurs zu bringen

Am 15.09.2020 stimmten Gesundheitsminister und führende Vertreter aus dem öffentlichen Gesundheitswesen der 53 Mitgliedstaaten in der Europäischen Region der WHO einer neuen auf fünf Jahre angelegten Zukunftsvision, dem Europäischen Arbeitsprogramm (EPW) 2020–2025, zu, in dem erläutert wird, wie WHO/Europa und seine Mitgliedstaaten sich gemeinsam darum bemühen wollen, die Erwartungen der Bürger in Bezug auf Gesundheit zu erfüllen.Im Rahmen des EPW werden die europäischen Mitgliedstaaten drei zentrale Prioritäten umsetzen: (i) Garantie des Rechts auf einen allgemeinen Zugang zu einer hochwertigen Gesundheitsversorgung, ohne finanzielle Härten befürchten zu müssen; (ii) Schutz vor gesundheitlichen Notlagen; und (iii) Aufbau gesunder Gemeinschaften, in denen Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und geeignete staatliche Handlungskonzepte ein besseres Leben in einer Ökonomie des Wohlergehens ermöglichen. Diese zentralen Prioritäten sind in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung verankert und an der globalen Zukunftsvision des Allgemeinen Arbeitsprogramms der WHO 2019–2023 ausgerichtet.
 

WHO: Tabakkonsum und Passivrauchen mit 20% aller Todesfälle durch Herzerkrankungen verbunden

Wie aus einemneuen Bericht der WHO, der World Heart Federation und der University of Newcastle Australia hervorgeht, sterben jedes Jahr 1,9 Millionen Menschen an Tabak-induzierten Herzerkrankungen. Dies entspricht einem Fünftel aller Todesfälle aufgrund von Herzerkrankungen. Bereits wenige Zigaretten am Tag, gelegentliches Rauchen oder die Exposition gegenüber Passivrauchen erhöhen das Risiko für Herzerkrankungen. Wenn Tabakkonsumenten jedoch sofort Maßnahmen ergreifen und mit dem Rauchen aufhören, sinkt ihr Risiko für Herzerkrankungen nach einem Jahr Nichtrauchen um 50%. Darüber hinaus geht aus dem Bericht hervor, dass rauchloser Tabak jedes Jahr für etwa 200.000 Todesfälle durch koronare Herzerkrankungen verantwortlich ist. E-Zigaretten erhöhen zudem den Blutdruck, was mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist.

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss veröffentlicht drei neue Förderbekanntmachungen

Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat auf seiner Website drei neue Förderbekanntmachungen zur Versorgungsforschung veröffentlicht, auf die sich Interessierte mit Projekten bewerben können. Eine der Förderbekanntmachungen ist themenoffen, die andere themenspezifisch ausgestaltet. Außerdem können Projekte zur Entwicklung oder Weiterentwicklung ausgewählter medizinischer Leitlinien eingereicht werden, für die in der Versorgung besonderer Bedarf besteht.
Die themenspezifische Förderung umfasst folgende Schwerpunkte: Versorgungsforschung zu Erkenntnissen im Umgang mit Pandemien; Patient Journey in der Versorgung; Sektorenübergreifende und ambulante PROMs/PREMs; Altersmedizin; Komplexitätsreduktion administrativer Aufgaben in der Versorgung; Prävention stärken; Hygienemaßnahmen in der ambulanten Versorgung; Nutzung und Vertrauenswürdigkeit von KI-Anwendungen in der Versorgung. Die Einreichungsfrist für vollständige Anträge zum themenoffenen und themenspezifischen Bereich endet am 9. Februar 2021 um 12.00 Uhr.
Die Schwerpunkte für die Entwicklung und Weiterentwicklung von Leitlinien sind: Versorgung bei seltenen Krankheiten; Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen und komplexem Behandlungsbedarf; Prävention und Behandlung von Infektionskrankheiten, insbesondere zur Stärkung der sachgerechten Antibiotikatherapie und zur Eindämmung antimikrobieller Resistenzen. Die Einreichungsfrist für vollständige Anträge für Projekte zu medizinischen Leitlinien endet am 12. Januar 2021 um 12.00 Uhr.
Der DLR Projektträger bietet eine Informationsveranstaltung zu den Förderbekanntmachungen in Form eines Web-Seminars an. Das voraussichtlich einstündige Web-Seminar findet am 24. November 2020 um 11.00 Uhr statt. Der Schwerpunkt liegt auf der Erstellung und Einreichung von Anträgen zu den genannten Förderbekanntmachungen.
 

Strategie der Bundesregierung zu Globaler Gesundheit vorgestellt

Das Recht eines jeden Menschen auf das individuell erreichbare Höchstmaß an körperlicher und geistiger Gesundheit ist ein zentrales Menschenrecht. Gesundheit ist eines der höchsten Güter aller Menschen und wesentliche Voraussetzung für individuelle, soziale, wirtschaftliche und politische Entwicklung und Stabilität. Das Thema globale Gesundheit hat sowohl in Deutschland als auch international in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Globale Gesundheit und ihre Sicherung sind Teil der globalen Ordnung. Die COVID-19-Pandemie hat die vielen Wirkungen erneut verdeutlicht, die mit einer globalen Gesundheitskrise verbunden sind. Die gesundheitlichen und daraus folgenden humanitären und sozioökonomischen Folgen betreffen alle Lebensbereiche. Diese Broschüre fasst das politische Engagement der Bundesregierung in der globalen Gesund­heit zusammen.
Bei der Entwicklung der Strategie wurde auch die Perspektive der Zivilbevölkerung abgefragt. Die DGPH hat im Rahmen des Verfahrens für den Bereich der Wissenschaft eine Stellungnahme koordiniert.
 

Neuer Vorstand der DGPH

Bei der Jahresmitgliederversammlung der DGPH-Jahrestagung am 25.9.2020 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Neu in den Vorstand gewählt wurden Prof. Anja Dieterich, Karin Geffert und Jacqueline Posselt. Prof. Ansgar Gerhardus und PD Burkhard Gusy wurden als 1. bzw. 2. Vorsitzender ebenso wiedergewählt, ebenso wie Prof. Thomas Altenhöner als Mitglied des Vorstandes. Sebastian Hinck, bisher bereits Mitglied des Vorstands, wurde neu zum geschäftsführenden Vorstandsmitglied gewählt. Die DGPH bedankt sich sehr herzlich bei Prof. Gudrun Faller, Katharina Klein und Prof. Susanne Kümpers, die nicht mehr für den Vorstand kandidiert haben. Ein herzliches Dankeschön geht auch an Maximiliane Selting, die über viele Jahre das Sekretariat der DGPH geleitet hat.

DGPH-Jahrestagung und SymPHosium

Am 25.9.2020 fanden die Jahrestagung der DGPH und das „SymPHosium“ des studentischen Fachbereichs Corona-bedingt als virtuelle Veranstaltung statt. Es gab eine ganze Reihe spannender Veranstaltungen: Das studentische SymPHosium, die Plenarveranstaltung zu COVID-19 und der Klimakrise, eine Veranstaltung zu Fake News, sowie Workhops, die von DGPH-Fachbereichen organisiert wurden. Bei der Jahresmitgliederversammlung wurden u.a. ein neuer Vorstand gewählt, mit „Public Mental Health“ und „ÖGD und Public Health“ zwei neue Fachbereiche gegründet und ein neuer attraktiver Beitragssatz für Abslovent*innen in den ersten beiden Jahren nach Studienende beschlossen.
Die DGPH bedankt sich bei allen Teilnehmenden ganz herzlich für die erfolgreiche Tagung.

Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF): Richtlinie zur Förderung von internationalen Verbundvorhaben in Wissenschaft und Forschung zwischen Südostasien und Europa mit dem Themenschwerpunkt Infektionsforschung im Rahmen des Southeast Asia-Europe Joint Funding Scheme

Weltweit sind Infektionskrankheiten wie Hepatitis, Tuberkulose oder AIDS sowie neu auftretende Erreger und neue Übertragungswege eine große Bedrohung für die Gesundheit der Menschen. Das Coronavirus SARS-CoV-2 stellt aktuell die Gesundheitssysteme weltweit vor bislang ungekannte Herausforderungen. Dies zeigt: Die Bekämpfung von Infektionskrankheiten ist nach wie vor von besonderer gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Bedeutung. Lösungen für die drängendsten Fragen der Gesundheitsförderung und Medizin werden heute nicht mehr in isolierten, rein nationalen Forschungsansätzen entwickelt. Nur auf der Grundlage einer international vernetzten medizinischen Forschung und der Bündelung finanzieller und personeller Ressourcen über Ländergrenzen hinweg können die Herausforderungen unserer Zeit bewältigt werden. Dies gilt insbesondere für Infektionskrankheiten wie die aktuell grassierende SARS-CoV-2-Pandemie. Viele Länder Südostasiens haben nach der SARS-Pandemie 2002/2003 umfassende Strategien zum Umgang mit zukünftigen Epidemien/Pandemien entwickelt. Europa und Südostasien pflegen seit vielen Jahren eine umfassende und beidseitig gewinnbringende Zusammenarbeit im Bereich Infektionsforschung. Die Förderrichtlinie soll – auch mit Hinblick auf die aktuelle SARS-CoV-2-Pandemie – Zusammenarbeit ermöglichen, die der Eindämmung und Bewältigung der aktuellen Krise aber auch der Bewältigung zukünftiger Epidemien/Pandemien dient. Ferner werden auch Infektionskrankheiten wie etwa Dengue angesprochen, die durch Stechmücken übertragen werden und sich mit fortschreitendem Klimawandel und der damit verbundenen Verbreitung der Trägermücken auch auf Europa ausweiten können.
Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe sind dem Southeast Asia-Europe Joint Call Sekretariat bis spätestens 15. Dezember 2020 zunächst Projektskizzen vorzulegen. In der zweiten Verfahrensstufe werden die Verfasser der positiv bewerteten Projektskizzen aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag vorzulegen.

Gemeinsame Stellungnahme der DGPH, DGEpi und DGSMP zur öffentlichen Anhörung „COVID-19 RVO“

Die Deutsche Gesellschaft für Public Health (DGPH), die Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi) und die Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP) haben eine gemeinsame Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung „COVID-19 RVO“ anlässlich von
1. Antrag „Epidemische Lage von nationaler Tragweite beenden – Bevölkerung weiter schützen, Parlamentsrechte wahren“ (Drucksache 19/20046 vom 10.06.2020)
2. Entwurf eines Gesetzes zur Weitergeltung von Rechtsverordnungen und Anordnungen aus der epidemischen Lage von nationaler Tragweite angesichts der COVID-19-Pandemie
(COVID-19-Rechtsverordnungsweitergeltungsgesetz, Drucksache 19/20042 vom 16.06.2020)
veröffentlicht.

Gemeinsame Stellungnahme der DGPH, DGEpi und DGSMP zur öffentlichen Anhörung „COVID‐19 RVO“

Die Deutsche Gesellschaft für Public Health (DGPH), die Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi) und die Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP) haben eine gemeinsame Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung „COVID‐19 RVO“ anlässlich des Antrags der Bundestagsfraktion Bündnis90/Grüne vom 30.6.2020 (Bundestags‐Drucksache 19/20565) „Pandemierat jetzt gründen – Mit breiterer wissenschaftlicher Perspektive besser durch die Corona‐Krise“ veröffentlicht.

WHO-Regionalbüro für Europa: Bericht über Gewalt und Verletzungen enthüllt traurige Statistik über vermeidbare Todesfälle

Aus einem neuen Bericht der WHO mit dem Titel „Gewalt und Verletzungen in der Europäischen Region: Häufigkeit, Prävention und Handlungsprioritäten“ geht hervor, dass Gewalt und Verletzungen in allen Ländern der Europäischen Region der WHO unabhängig von ihrem ökonomischen Status zu den führenden Todesursachen gehören. In der Region  zeigen sich Ungleichheiten in Bezug auf verletzungsbedingte Todesfälle zuungunsten von Männern und Ländern mit mittlerem Einkommen: Die Sterblichkeitsrate ist bei Männern 2,4-mal höher als bei Frauen und in Ländern mit mittlerem Einkommen 1,5-mal höher als in Ländern mit hohem Einkommen. Betrachtet man alle Altersgruppen zusammen, so ist seit dem Jahr 2000 eine Konvergenz der Sterblichkeit zwischen Ländern mit mittlerem und hohem Einkommen zu verzeichnen. Allerdings hat sich die Kluft bei Kindern unter 15 Jahren vergrößert. Public Health Interventionen sind erforderlich, um soziale Ungleichheiten in Bezug auf Verletzungen in der Europäischen Region zu verringern.

Zukunftsforum Public Health: Stellungnahme zum Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst

Mitglieder der Steuerungsgruppe des Zukunftsforums Public Health haben Empfehlungen für die Umsetzung und Ausgestaltung des von der Bundesregierung angekündigten Paktes für den Öffentlichen Gesundheitsdienst erarbeitet.

Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF): Richtlinie zur Förderung von Nachwuchsgruppen in der Infektionsforschung

Trotz bedeutender Verbesserungen in Hygiene, Prävention und Behandlung stellen Infektionskrankheiten in Deutschland und weltweit immer noch eine große Herausforderung dar. Um Erkenntnisse zur Prävention und Behandlung von Infektionskrankheiten zu generieren und Innovationen für die klinische Praxis zu entwickeln, muss die wissenschaftliche Basis in Deutschland in der Infektionsforschung gestärkt werden. Zu diesem Ziel wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Karriereweg qualifizierter Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in der klinischen und anwendungsorientierten Infektions­forschung gezielt fördern. Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe sind dem Projektträger bis spätestens 16. November 2020 zunächst Projektskizzen in schriftlicher und/oder elektronischer Form vorzulegen.

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss veröffentlicht zwei neue Förderbekanntmachungen im Bereich der neuen Versorgungsformen

Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat im Bereich der neuen Versorgungsformen eine themenoffene sowie eine themenspezifische Förderbekanntmachung auf seiner Webseite veröffentlicht. Der Entscheidung über die Förderschwerpunkte war erstmalig ein Konsultationsverfahren vorangegangen. Akteure des Gesundheitswesens, die nicht dem Innovationsausschuss angehören, waren dabei aufgerufen, Vorschläge für Förderthemen und -kriterien einzubringen. Neu ist zudem ein zweistufiges Förderverfahren, in dem der Innovationsausschuss bereits die Ausarbeitung von Vollanträgen fördern kann. Folgende Förderschwerpunkte wurden in der themenspezifischen Förderbekanntmachung festgelegt: Weiterentwicklung von Versorgungsstrukturen und -prozessen, Versorgungsmodelle für Regionen mit besonderen Strukturanforderungen, Integration und Vernetzung rehabilitativer Maßnahmen zur Steigerung des Behandlungserfolgs von GKV-Leistungen, Versorgungsmodelle zu Patientenpfaden sowie Datengestützte Versorgungsmodelle für Menschen mit chronischen Erkrankungen in der ambulanten Versorgung. Ideenskizzen können bis zum 25. August 2020 eingereicht werden.

WHO-Regionalbüro für Europa: Statusbericht zur Verkehrssicherheit in Europa

Der Bericht "European regional status report on road safety 2019" zeigt, dass in der Europäischen Region der WHO täglich über 221 Menschen im Straßenverkehr ums Leben kommen. Weitere Tausende werden verletzt, mit langanhaltenden Folgen.

WHO-Regionalbüro für Europa: Bericht über das Gesundheitsverhalten von 11–15-Jährigen in der Europäischen Region offenbart, dass immer mehr Jugendliche über psychische Probleme berichten

Der im Mai vom WHO-Regionalbüro für Europa veröffentlichte neue Bericht über die Studie zum Gesundheitsverhalten von Kindern im schulpflichtigen Alter (HBSC), der sich mit den gesundheitlichen und sozialen Verhaltensweisen von Schulkindern im Alter von 11, 13 und 15 Jahren aus 45 Ländern befasst, deutet auf eine Verschlechterung des psychischen Wohlbefindens von Jugendlichen in vielen Ländern im Zeitraum zwischen 2014 und 2018 hin. Der Bericht mit dem Titel „Gesundheit und Wohlbefinden von Jugendlichen im Fokus“ zeigt, dass das psychische Wohlbefinden von Kindern sich verschlechtert, wenn sie älter werden. Dabei weisen Mädchen im Vergleich zu Jungen ein besonders großes Risiko auf, im Hinblick auf ihr psychisches Wohlbefinden schlecht abzuschneiden. Jeder vierte Jugendliche gibt an, mindestens einmal pro Woche mit Nervosität, Reizbarkeit oder Einschlafstörungen zu kämpfen zu haben.

Stellungnahme des Zukunftsforums Public Health zur COVID-19-Pandemie: "Pandemiebewältigung und nachhaltige Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung"

Die Corona-Krise zeigt eindrucksvoll, dass gesundheitliche Herausforderungen alle gesellschaftlichen Bereiche betreffen. Daher sind sie nur als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu bewältigen. Bessere Gesundheit für mehr Menschen ist nur dann zu erreichen, wenn Gesundheit als politisches Ziel kontinuierlich in allen Politikbereichen verankert ist. Mitglieder der Steuerungsgruppe des Zukunftsforums haben in einer Stellungnahme Empfehlungen für die Bewältigung der mittel- und langfristigen Pandemiefolgen veröffentlicht.

Stellungnahme der European Public Health Association (EUPHA) zur Bekämpfung von COVID-19: Bedeutung des Wissensaustauschs zur Schaffung einer umfassenden und öffentlich zugänglichen Evidenzbasis

Der COVID-19 Ausbruch betrifft jeden Menschen weltweit, und politische Entscheidungsträger*innen, Wissenschaftler*innen sowie Praktiker*innen betreten Neuland, wenn sie versuchen, Aufschlüsse über diesen neuen Virus zu gewinnen. Gerade in Zeiten großer Unsicherheit ist es von entscheidender Bedeutung, auf aktuellen und genauen Informationen aufzubauen. Vor diesem Hintergrund hat die EUPHA eine Stellungnahme zur Bedeutung des Austauschs von Daten, Forschungsergebnissen und Erfahrungen zum Aufbau eines gemeinsamen, wachsenden Wissensbestands veröffentlicht.

Ausschreibung der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur fachübergreifenden Erforschung von Epidemien und Pandemien anlässlich des Ausbruchs von SARS-CoV-2

Die Auswirkungen des aktuellen SARS-CoV-2-Ausbruchs zeigen, dass man Epidemien und Pandemien nicht im nationalen Rahmen begegnen kann, sondern dass die globalen Zusammenhänge berücksichtigt werden müssen. Um künftig auf die vielfältigen Aspekte von weltweiten Infektionswellen besser vorbereitet zu sein, muss eine breit gefächerte Forschung unterstützt werden. Zusätzlich zur Erforschung der aktuellen Pandemie sollen grundsätzliche Forschungsfragen abgeleitet werden und zu generalisierbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen führen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft schreibt daher eine fachübergreifende Förderinitiative aus. Gefördert werden Vorhaben, die sich mit der Prävention, Früherkennung, Eindämmung sowie der Erforschung der Ursachen und Auswirkungen von und dem Umgang mit Epidemien und Pandemien am Beispiel von SARS-CoV-2 und anderer humanpathogener Mikroorganismen und Viren beschäftigen.
Gegenstand der Förderung sind Einzel- oder Gemeinschaftsanträge in Form von Sachbeihilfen oder Antragspaketen. Die Absichtserklärungen sind bis 1. Juli 2020 als PDF-Datei an Ausschreibung-Coronavirus@dfg.de zu senden. Der Termin für die Einreichung der Anträge ist der 1. September 2020.

Webinar zur Bekanntmachung: Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Öffentlichem Gesundheitsdienst und Public-Health-Forschung

Am 12.05.2020 findet ein Webinar zur Förderbekanntmachung des Bundesministeriums für Gesundheit „Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Öffentlichem Gesundheitsdienst und Public-Health-Forschung“ statt. In dieser ca. zweistündigen Informationsveranstaltung wird die Bekanntmachung vorgestellt und die Möglichkeit gegeben, Fragen zu stellen. Zur Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich.

Neues Coronavirus (SARS-CoV-2)

Aufgrund der exponentiellen Zunahme neuer COVID-19-Fälle und der damit in Verbindung stehenden Bedrohung besonders gefährdeter Personengruppen aber auch der gesundheitlichen Versorgung insgesamt werden von Bundes- und Landesregierungen umfassende Regelungen getroffen bzw. Beschränkungen wie die Schließungen von Bildungseinrichtungen vorgenommen. Ziel ist es, die Verbreitung von „SARS-CoV-2“ zu verlangsamen.

Wir sind uns sicher, dass die meisten von uns die nachfolgende Aufgabe wahrnehmen. Wir möchten Sie an dieser Stelle trotzdem noch einmal bewusst auf unsere Rolle und unser Potenzial aufmerksam machen. Wir DGPH-Mitglieder können aufgrund unserer Expertise als besonders kompetente und akzeptierte Multiplikatoren wirken. Nutzen Sie Ihre Möglichkeiten zur Aufklärung und Beratung und unterstützen Sie dort, wo Sie können – im Kleinen (ihre private Lebenswelt) wie im Großen (ihre Institutionen usw.)!

Informationen

Das Infektions- und Krankheitsgeschehen um das Coronavirus „SARS-CoV-2“ ist in hohem Maße relevant für die gesundheitliche Lage in Deutschland und der Welt. Nachfolgend finden Sie eine Liste mit Links zu Webseiten mit unserer Einschätzung nach wichtigen und zuverlässigen Informationen zum neuartigen Coronavirus. Die Seiten stellen erste Anlaufstellen mit wesentlichen Informationen zur aktuellen Lage der COVID-19 Pandemie in Deutschland und weltweit dar.

Informationen über ihre Region erhalten sie vom zuständigen Gesundheitsamt sowie auf den Webseiten der jeweiligen Landesregierungen. Ihr zuständiges Gesundheitsamt können Sie unter diesem Link ermitteln: https://tools.rki.de/PLZTool/.Wir pflegen und aktualisieren die Linksammlung regelmäßig.

Dennoch möchten wir darauf hinweisen, dass tagesaktuelle Informationen und Entwicklung möglicherweise nicht zeitnah abgebildet werden können. Aktuelle Information erhalten Sie über die entsprechenden Behörden und die seriösen Medien. Bitte beachten Sie ebenfalls, dass Falschmeldungen über die aktuellen Entwicklungen kursieren können (Hinweis dazu im Ärzteblatt). Vertrauen Sie bitte nur Informationen aus offiziellen Quellen und seriösen Medien.

 

Linksammlung zum Coronavirus (COVID-19)

Robert Koch-Institut (RKI)
https://www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html

Robert Koch-Institut COVID-19-Dashboard
https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html

Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
https://www.bundesgesundheitsministerium.de

European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)
Allgemein: https://www.ecdc.europa.eu/en/coronavirus
Für China: https://www.ecdc.europa.eu/en/novel-coronavirus-china

Weltgesundheitsorganisation (WHO)
https://www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019

Johns Hopkins University – Coronavirus Resource Center
https://gisanddata.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6

Fachartikel zu COVID-19

The Lancet: https://www.thelancet.com/coronavirus

Verlag Elsevier: https://www.elsevier.com/connect/coronavirus-information-center

The New England Journal of Medicine:  https://www.nejm.org/coronavirus

Preprint Archiv:  https://www.medrxiv.org/search/corona+OR+covid+OR+SARS-CoV

UpToDate Artikel:https://www.uptodate.com/contents/coronavirus-disease-2019-covid-19

Imperial College London:https://www.imperial.ac.uk/mrc-global-infectious-disease-analysis/news--wuhan-coronavirus/

MEDBOX Rapid Repsonse Toolbox
https://www.medbox.org/toolbox/114M2DGK

MEDBOX COVID-19 Toolbox
www.covid19box.org

London School of Hygiene & Tropical Medicine
Kostenfreier Onlinekurs zu COVID-19 (Beginnt am 23.03):https://www.lshtm.ac.uk/study/courses/short-courses/free-online-courses/coronavirus

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi)
https://www.dgepi.de/de/aktuelles/article/stellungnahme-der-deutschen-gesellschaft-fuer-epidemiologie-dgepi-zur-verbreitung-des-neuen-coronavirus-sars-cov-2/108

Stellungnahme Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM Netzwerk) 
https://www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/covid-19

Podcast der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen
https://oegd.gmp-podcast.de

 

Einladung zur Konsultationsphase des Arbeitspapiers "Auf dem Weg zu einer Public-Health-Strategie"

Maßnahmen von Public Health haben in der Vergangenheit wesentlich dazu beigetragen, Krankheit zu vermeiden, Leben zu verlängern und Gesundheit zu fördern. Um dieses Potential umfassend einzulösen, braucht Deutschland eine Public-Health-Strategie. Das Zukunftsforum Public Health hat sich auf den Weg gemacht und begonnen, eine solche Strategie zu entwickeln. Ein erster Entwurf des Papiers „Auf dem Weg zu einer Public-Health-Strategie – Gemeinsam für mehr Gesundheit in Deutschland“ wurde auf dem 4. Symposium des Zukunftsforums Public Health im Januar dieses Jahres intensiv diskutiert. Die Anmerkungen und Kommentare aus den Arbeitsgruppen wurden im Nachgang der Veranstaltung in das Papier eingearbeitet. Die Redaktionsgruppe legt nun eine überarbeitete Version vor, die in einem Konsultationsprozess von der Public-Health-Gemeinschaft weiter kommentiert und bearbeitet werden soll. Das vorliegende Papier ist ein Hintergrundpapier, das sich an die Fachgemeinschaft wendet. Basierend darauf wird ein Policy Paper mit Handlungsempfehlungen erarbeitet. Auf der Website https://zukunftsforum-public-health.de/aktuelles/konsultation/ sind der Entwurf des Arbeitspapiers sowie weitere Informationen zur Teilnahme an der Konsultationsphase abrufbar. Eingeladen sind alle Fachleute aus den verschiedenen Bereichen von Public Health/Öffentlicher Gesundheit und angrenzender Aufgabengebiete und Disziplinen.

"Marmot Review 10 Years On" erschienen

Am 25. Februar 2020, 10 Jahre nach Publikation des sogenannten Marmot-Reviews "Fair society–healthy lives", ist "Health Equity in England: The Marmot Review 10 Years On" erschienen, das zeigt, wie sich gesundheitliche Ungleichheiten in England seither entwickelt haben.

WHO-UNICEF-Lancet-Kommission: neuer Bericht „Eine Zukunft für die Kinder dieser Welt?" erschienen

Ein wegweisender Bericht einer von WHO, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und The Lancet einberufenen Kommission betrachtet alle Faktoren, die die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen beeinflussen. Aus dieser Perspektive geht er im Detail auf die zentralen aufkommenden Gefahren für die Gesundheit von Kindern ein, regt neue Lösungen an und fordert sofortige Maßnahmen zur Erzielung messbarer Ergebnisse. Der Bericht ist das Ergebnis von mehr als zwei Jahren Arbeit von 40 Expertinnen und Experten für Kindergesundheit aus aller Welt.